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10. August 2007

Gegenmaßnahmen gefordert

DIE LINKE LISTE fordert zu „überhöhten NO2-Werten in Weselerstr.“ solide Gegenmaßnahmen. „Ein trauriger Rekord, den Münster da aufstellt. Spitzenreiter bei den Autoabgasen, noch vor Städten wie Köln, Duisburg, Essen oder sonstigen Industriezentren in NRW.

"Es kann nicht beruhigen, dass es sich dabei nur um eine, momentane und punktuelle Messung handelt. Denn auch fernab des Emissionsschwerpunktes Antoniuskirche sind die gemessenen Werte viel zu dicht an dem ab 2010 geltenden EU-Grenzwert. Stickoxiddioxid (NO2) ist eines der Ausgangsstoffe für die Entstehung von Sommersmog. Sommersmog führt zu einer Reizung und Schädigung von Atemwegsorganen, insbesondere bei Kindern und der älteren Bevölkerung“ stellt der Umweltökonom, Dr. Ralf Henrichs, klar.       

Henrichs hält es zur Entlastung der Stadt für dringend geboten, den Park & Ride-Verkehr deutlich zu erweitern, die grünen Wellen nicht für den motorisierten, sondern für nicht-motorisierten Individualverkehr (Radfahrer) einzurichten und die Tempo 30-Zonen für Autofahrer auszuweiten.        

Damit die Luft in Münster wieder sauberer wird, sei eine konsequente Förderung des öffentlichen Personennah- sowie des Radverkehrs unumgänglich. Dicke Luft in der Stadt sei eine logische Folge der Politik der Rathauskoalition, die uneingeschränkt großindustriefreundlichen Verkehr forciert. Tariferhöhungen bei Bus und Bahn, neue Parkhäuser in der Innenstadt und grüne Wellen auf den Einfallstraßen seien eindeutig kontraproduktive Strategie, so Ratsherr Ali Atalan (DIE LINKE LISTE).      
Ali Atalan Ali Atalan

Atalan stellt sich gegen jegliche Infragestellung des Semestertickets für Studierende und fordert zudem als eine der Gegenmaßnahmen die Wiedereinführung des Münster-Passes für Einkommensschwache, mit dem dieser Personenkreis einen um 50% geringeren Busfahrpreis bezahlen könne.