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1. Dezember 2007

Schlange stehen gegen Musikhalle

Ein ungewöhnliches Bild bot sich den Käuferinnen und Käufern im Weihnachtsgeschäft am Samstag Mittag in Münsters Fußgängerzone in der Ludgeristraße:

Am Stand der Partei DIE LINKE. Münster standen  Menschen Schlange, allesamt Bürger der Stadt Münster.
Sie wollten dort nichts kaufen, vielmehr wollten sie etwas geben. Man drängte sich zeitweilig am Stand der DIE LINKE. Münster, um seine Unterschrift gegen die von der großen Koalition im Rat beschlossene städtische Finanzierung einer Musikhalle vor dem Schloss abzugeben. DIE LINKE. Münster unterstützt mit ihrem Stand die Sammelaktion der Bürgerinitiative gegen die "Musikhalle".

Prominentester Sammler am Stand und auf der Straße dabei: das Mitglied Rüdiger Sagel, Landtagsabgeordneter in Düsseldorf.
"Endlich finde ich eine Gelegenheit, meine Unterschrift gegen diesen Beschluss los zu werden", war der an diesem Adventssamstag von vielen Bürgern am Stand geäußerte Kommentar . 

Elisabeth Borgmann, Sprecherin von DIE LINKE. Münster, die neben weiteren Parteimitgliedern auf der Ludgeristraße half, dass die Menschen ihre Unterschriften gegen den Beschluss von CDU, FDP und SPD abgeben konnten, erklärte dazu: "An der Reaktion der Bürger wird deutlich, dass die Entscheidung des Rates gegen die Mehrheit der Menschen in Münster getroffen wurde. Die Menschen verstehen nicht, wie gleichzeitig rigorose Sparmaßnahmen der neoliberalen Ratsmehrheit im sozialen, sportlichen und kulturellen Bereich als unvermeidbar dargestellt werden, dann aber für ein solches "Luxusprojekt" doch plötzlich Millionen aus dem Stadtsäckel bezahlt werden können." "Das Geld sollte zur Finanzierung des Südbads genutzt werden, das dann wieder geöffnet werden könnte", war häufig zu hören.
DIE LINKE. Münster wird in den kommenden Tagen an verschiedenen Standorten in Münster und an allen Samstagen im Advent in der Ludgeristraße Unterschriften für das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative gegen eine "Kultur- und Kongresshalle (Musikhalle) auf dem Hindenburgplatz" sammeln. DIE LINKE. Münster möchte damit dazu beitragen, dass alle Bürger Münsters die Gelegenheit bekommen, ihren Unmut über die selbstherrliche Entscheidung des Rates der Stadt mit ihrer Unterschrift dokumentieren zu können und damit zu zeigen "dass die da oben doch nicht einfach machen können, was sie wollen.“

"Auf Grund des heute erfahrenen Zuspruchs sind wir zuversichtlich, dass die vom Bürgermeister Tillmann geforderten ca. 11.000 Stimmen für das Bürgerbegehren  in der Zeit bis Januar 2008 zusammen kommen werden",  meinte eine durchfrorene, aber über die erfolgreiche Sammlung dennoch recht glückliche Sprecherin der Partei DIE LINKE.Münster, Elisabeth Borgmann.