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28. November 2007

Das Sozialamt, der Winter und die Wohnungslosen!

Das städtische Sozialamt fordert die Bürger auf, in der bevorstehenden
kalten Jahreszeit Wohnungslose auf der Straße zu melden. Sie sollen dann
von Mitarbeitern des Sozialamtes überredet werden, eine Einrichtung der
Wohnungslosenhilfe aufzusuchen. Damit soll vermieden werden, dass der oder
die Wohnungslose auf offener Straße erfriert.

Die Partei DIE LINKE. Münster begrüßt das Ziel dieses Aufrufs,
Wohnungslose vor dem Erfrieren zu bewahren. Darüber hinaus muss das Problem vom
Sozialamt und von der Stadt Münster aber langfristiger angegangen werden.
DIE LINKE.

Münster fordert zu diesem Zweck eine Verstärkung des sozialen
Wohnungsbaus durch die Stadt Münster, damit endlich wieder billiger
Wohnraum für Alleinstehende und Familien mit Einkommen auf Sozialhilfeniveau zur
Verfügung gestellt werden kann. Da die Unterkunftskosten für diesen
Personenkreis zumeist aus öffentlichen Beihilfen finanziert wird, kann man
mit einem billigeren Wohnungsangebot sogar Einsparungen für die
städtischen Kassen erzielen.

Zudem muss eine Beschäftigungsinitiative der Stadt und der städtischen
Firmen gestartet werden, die für die auf dem Arbeitsmarkt ohne Chance da
stehenden Obdachlosen und andere Arbeitssuchenden feste Arbeitsverträge
und damit eine Perspektive für die Zukunft bringen muss.

Sivlia Saunus von der AG "Familien und Soziales" der DIE INKE. Münster
sagt dazu: "Nur wenn die Ursachen der Obdachlosigkeit bekämpft werden,
kann ein menschenwürdiges Leben für alle Münsteraner möglich werden. Statt
die Reichen mit einer Musikhalle  in ihren Freizeitaktivitäten zu sponsern, muss die Stadt Münster mehr Geld für soziale Belange aufbringen, um eine lebenswerte Stadt für
alle zu werden."