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12. November 2007

Reaktionäre und elitäre Kulturpolitik

„Die Ablehnung der Wulf-Skulptur von Silke Wagner und des Adleremblems von Martha Rosler kann nur als reaktionär bezeichnet werden,“ erklärt Ratsherr Ali Atalan von der Linken Liste. Beide Künstlerinnen haben sich in eindrucksvoller Art und Weise mit der Zeit des Nationalsozialismus und seinen Folgen in Münster kritisch auseinander gesetzt. Gerade die Wulf-Skulptur gehörte während der Ausstellung zu den am meisten diskutierten Kunstwerken unter den Besuchern und der Münsteraner Bevölkerung und hat den Preis „Goldener Schlafsack“ gewonnen, der von den Münsteraner Obdachlosen initiiert worden ist.

„Im Gegensatz hierzu will die Ratsmehrheit 12 Mio. € für die elitäre Kultur- und Kongresshalle zur Verfügung stellen,“ stellt Atalans Parteifreund Ralf Henrichs fest, der sich auch in der Bürgerinitiative „keine städtische Finanzierung einer Musikhalle" engagiert. „Damit machen CDU und FDP deutlich, dass in Münster eine Kulturpolitik des großen Geldes und nicht für den einfachen Bürger gemacht wird.“ Die höchstbedeutsamen Projekte wie die Werke von Wagner und Rosler, die auch in London und New York für Aufsehen gesorgt und das Image der Stadt Münster damit international gesteigert haben, werden aus Münster verbannt, da sie der CDU und FDP politisch nicht genehm sind.