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11. Oktober 2007

Die Linke.SDS in Münster gegründet

Am vergangenen Mittwoch trafen sich im Linken Zentrum am Verspoel Studierende aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, um die Hochschulgruppe: Die Linke.SDS in Münster zu gründen. Neben der Wahl des Koordinatorenkreises und der Diskussion und Verabschiedung der Satzung standen inhaltlich-politische Fragen im Vordergrund der Gründungsversammlung. Die Motivationen der einzelnen Anwesenden, den SDS in Münster mit zu gründen, waren vielfältig. Im Mittelpunkt der Diskussion standen sowohl hochschulpolitische Fragen wie die Einführung von Studiengebühren sowie die darauf aufbauende Privatisierung und Kommerzialisierung der Hochschulen als auch andere gesellschaftlichen Themen wie die zunehmende Umverteilung von arm zu reich, die soziale Selektionsmechanismen im Bildungswesen sowie die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA und seiner Verbündeten. Auch dazu möchte der SDS in Zukunft Stellung beziehen und dazu beitragen, dass sich innerhalb der Studierendenschaft ein kritisches Bewusstsein etabliert.

In den Koordinitorenkreis wurden Tim Fürup und Hannes Draeger gewählt. Der Koordinatorenkreis soll in erster Linie die organisatorischen Aufgaben der Hochschulgruppe übernehmen sowie die Gruppe  nach außen vertreten.

Hannes Draeger erklärt zur Gründung des SDS: „Mit der Gründung des SDS in Münster wollen wir die politischen Kräfteverhältnisse an der Universität Münster nach links verschieben. Wir wollen uns der soziale Selektion an der Universität Münster, die sich durch die Einführung von Studiengebühren weiter verstärkte, entgegen stellen. Wir wollen Alternativen aufzeigen und für eine andere Gesellschaftsordnung streiten. In Zeiten, in denen der Neoliberalismus die Hochschulen voll erfasst hat, in denen sich selbst gut informierte Professoren der "Privat-geht-vor-Staat-Logik" unterwerfen und sich dennoch immer mehr Studierende gegen die schleichende Privatisierung der Hochschulen zur Wehr setzen, wollen wir mit der Gründung des SDS eine kampagnefähige und durch nichts korrumpierbare Hochschulgruppe etablieren.“

Auf der Gründungsversammlung wurden bereits erste konkrete Aktionen geplant wie beispielweise der Aufbau einer Webseite oder das Erstellen eines Flyers.
Zuletzt wurde über die Wahlen zum Studierendenparlament diskutiert. Die Versammlung beschloss einstimmig, gemeinsam mit der Hochschulgruppe Attac Campus zu den Wahlen im November anzutreten, um so ein breiteres Bündnis herzustellen und die linken Kräfte an der Hochschule zu bündeln.