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14. April 2008

Drohung der Wirtschaftsverbände nicht akzeptabel

Münster. Die Linke. Münster kritisiert die Einmischung der Wirtschaftsverbände in den Bürgerentscheid um die Musikhalle. „Mit dem Verlust von Arbeitsplätzen zu drohen, wenn die Musikhalle nicht gebaut wird, zeigt, dass die Sachlichkeit auf der Strecke bleibt“, äußert sich Ratsherr Ali Atalan zu dem Vorfall. Sicher ist Kultur ein Standortfaktor. Dass aber Unternehmen die Gewinnmaximierung wichtiger ist, hat sich nicht nur am Beispiel Nokia verdeutlicht. 

Beim Bau der Musikhalle geht es um Millionen von Euro, die zu Lasten des städtischen Haushaltes investiert werden, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger nehmen. Nur die Rechnung dürfen sie dann bezahlen. 

Hamburg und Berlin sind nicht nur wegen ihrer „Kultur- und Kongresshallen“, sondern wegen der Lebendigkeit und des Engagements der BürgerInnen, Sieger im Städteranking einer großen Sonntagzeitung geworden. Nun ist Münster sicher nicht mit Hamburg und Berlin vergleichbar. Münster lebt vom Image als Universitäts-, Friedens- und Fahrradstadt, lebt von der Skulpturenausstellung und der vielfältigen Alternativszene, vor allem aber vom Engagement der Bürger und Bürgerinnen.

Dieses Engagement scheint den Wirtschaftsverbänden nicht wichtig zu sein, wenn ihre Interessen den Bürgerinteressen entgegenstehen. Deshalb ruft Die Linke. Münster am 27. April auf zur Wahl zu gehen und mit Ja zu stimmen.