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1. August 2008

Bewegung für Rolltreppe - Nachverhandlung für Bahnhofsumbau

Nachdem in der Rolltreppenfrage beim Umbau des Hauptbahnhofs in Münster weiter Stillstand herrscht fordern der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel, Ratsherr Ali Atalan und Vorstandssprecher Raimund Köhn (DIE LINKE.) Nachverhandlungen der Stadt mit der Deutschen Bahn AG zur Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel.

"Für die Rolltreppen im Hauptbahnhof muss es endlich eine Bewegung geben. Zuerst wurde im Stadtrat von Stadtspitze und allen Fraktionen verschlafen, dass beim Bahnhofsumbau keine Rolltreppen vorgesehen sind, jetzt soll das Problem offensichtlich ausgesessen werden. Statt weiter im Vorruhestands Sommer zu dösen muss Oberbürgermeister Dr. Tillmann die Rolltreppen beim Bahnhofsumbau endlich zur Chefsache machen. Mit der Bahn muss in Nachverhandlungen eingetreten werden, denn Stadtdirektor Hartwig Schultheiß hat bei der Problemlösung völlig versagt und sich von der DB AG abspeisen lassen. Die anspruchslose 5 Millionen Zusage der Stadt für den Umbau muss, wie es auch die Seniorenvertretung fordert, zunächst mit einer Haushaltssperre versehen werden. Die zusätzlichen Kosten für die Rolltreppen müssen anteilig von Stadt und DB AG getragen werden und auch das Land sollte in die notwendigen Verhandlungen miteinbezogen werden."

Bei mehr als 60 000 Menschen, die Münsters Bahnhof und die Züge nutzen, ist es unerträglich, so die LINKEN, dass auch zukünftig für die Bahnsteige keine Rolltreppen vorhanden sein sollen. "Gerade jetzt zur Reisezeit sieht man wieder besonders viele und vor allem alte Menschen, aber auch junge Familien mit Kindern, wie sie sich die Treppen zu den Bahnsteigen hoch- und auch runter quälen. Eine Problemlösung ist nicht erkennbar, wenn erst nach der Ratssitzung und der öffentlichen Kritik der LINKEN aufgeregt bei der Deutschen Bahn AG angerufen und nachgefragt wird, aber dann wieder die Hände in den Schoß gelegt werden."

Die LINKE. Münster will bei der kommenden Ratssitzung, da ihr einziger Ratsherr Atalan kein Antragsrecht hat, durch eine Bürgeranfrage sowie einen Bürgerantrag eine Initiative für den zusätzlichen Bau der Rolltreppen auf den Weg bringen. "Es muss eine optimale Lösung und darf keine Billigvariante für den Bahnhof geben. Denn der neue Hauptbahnhof ist ein Jahrhundert Bauwerk und für viele Besucher Münsters ist es der erste Eindruck von Münster, der nicht nur davon geprägt ist, wie schön die Bahnhofsfassade aussieht, sondern auch wie gut die Funktionaliät und die Benutzerfreundlichkeit ist. Die Leute sollten sich nicht, bevor sie die Stadt betreten, schon das erste Mal im Bahnhof über Münster geärgert haben."