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19. Dezember 2008

LINKE fordert städtische Initiative für den Hiltruper Bahnhof - "CDU und FDP sind unglaubwürdig.

DIE LINKE. Münster hat angesichts der geplanten Maßnahmen am Bahn-"Haltepunkt" Hiltrup eine städtische Initiative für das Hiltruper Bahnhofsgebäude gefordert.

"Die Ankündigung von Bund, Land und Bahn, den 'Haltepunkt Hiltrup' voraussichtlich 2014 für knapp vier Mio. Euro modernisieren zu wollen, ist - wenn sie denn umgesetzt wird - prinzipiell zu begrüßen; aber bis zum genannten voraussichtlichen Baubeginn 2014 ist es noch lange hin. In der Öffentlichkeit ist darüber hinaus der falsche Eindruck entstanden, dass die geplanten Maßnahmen dem Bahnhofsgebäude zu Gute kommen. Dabei geht es vielmehr um die Anpassung und den barrierefreien Umbau der Bahnsteige", erklären Hubertus Zdebel, stell. Sprecher DIE LINKE. Münster, und Ratsherr Ali Atalan, die beide in Hiltrup wohnen.

In Sachen Bahnhofsgebäude sehen Zdebel und Atalan die Stadt in der Pflicht: "Es ist ein Skandal, dass das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude, das sich seit etwa neun Jahren im städtischen Eigentum befindet, nicht genutzt wird und langsam, aber sicher verfällt. CDU-OB-Kandidat Markus Lewe ist sowohl unglaubwürdig als nicht ganz bei Trost, wenn er für den Fall seiner Wahl ankündigt, sechs Millionen Euro (!) in das Bahnhofsgebäude investieren zu wollen. In den vergangenen Jahren haben CDU und FDP, die jetzt von dem Bahnhof als Visitenkarte Hiltrups schwadronieren, alle Anträge der Opposition in der Bezirksvertretung und im Rat, die eine vernünftige Nutzung und den Erhalt des Bahnhofs zum Ziel hatten und bei denen es um viel geringere Summen ging, rigoros abgelehnt. Und der FDP-BV-Fraktionsvorsitzende Ulrich Eckervogt hat noch im Februar 2007 öffentlich bedauert, dass beim Orkan 'Kyrill' kein großer Baum auf das Bahnhofsgebäude gefallen sei."

Nach Meinung von Atalan und Zdebel muss am Bahnhofsgebäude jetzt sofort was passieren. Als ersten Schritt fordern sie die Erstellung eines genauen Nutzungskonzeptes, das in einem moderierten Prozess unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und unter Einbeziehung von externen Fachleuten erarbeitet werden soll.