Stadt soll Osmo-Gelände kaufen
DIE LINKE. Münster kritisiert die Umstände um den Verkauf des Stadtwerke- Grundstücks am Stadthafen zur Errichtung eines neuen Stadtquartiers scharf und fordert Konsequenzen.
"Das ist ein Verstoß gegen das Vergaberecht und es ist unvorstellbar, dass die Stadt offensichtlich beabsichtigt, das lukrativ zu verwertende Hafen-Grundstück freihändig an die Bietergemeinschaft Deilmann / Kresing zu vergeben, obwohl es dafür weitere Bewerber gegeben hat ", kritisieren Ratsherr Ali Atalan und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel.
Vor allem Stadtdirektor Hartwig Schultheiß (CDU) als Planungsdezernent und Stadtwerke-Geschäftsführer Henning Müller-Tengelmann, sind dafür nach Meinung von Sagel und Atalan zur Verantwortung zu ziehen.
"Das riecht nach schwarzem Filz, wobei Stadtdirektor Schultheiß die Fäden gezogen hat. Er ist dadurch erneut zu einer Belastung für die Stadt Münster geworden und seine Ablösung ist überfällig. Schon bei den Aaseeterrassen und kürzlich in Sachen Rolltreppen am Hauptbahnhof hat er zum Nachteil der Stadt agiert."
DIE LINKE. spricht sich bezüglich der weiteren Perspektive am Stadthafen für den Erwerb des benachbarten Osmo-Areals durch die Stadt aus. "Danach soll für das Gelände zusammen mit dem Stadtwerke-Grundstück ein städtebaulicher Wettbewerb veranstaltet werden. Das ist ein sauberes Verfahren und anschließend kann über die Vergabe durch den Stadtrat entschieden werden", so Atalan und Sagel abschließend.