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29. Juli 2008

[Linksjugend Münster] Rechte Gewalt stoppen!

Die Linksjugend Münster wendet sich gegen die Verharmlosungsstrategie
des Hessischen Innenministeriums.

Am 20.07.2008 kam es in Hessen zu einem Überfall von NeofaschistInnen auf ein
Sommercamp der Linksjugend, bei welchem ein 13-jähriges Mädchen schwere
Kopfverletzungen erlitt. Die Linksjugend Münster fordert den Hessischen
Innenminister, Volker Bouffier (CDU) auf, seine die Opfer verhöhnenden und
verharmlosenden Äußerungen zurück zu nehmen, wonach Rechte einen weiten
Bogen um Hessen machen würden.

Nach Recherchen der Linksjugend Münster, handelt es sich bei dem am Überfall
beteiligten und mittlerweile geständigen Kevin S., um einen der
führenden Köpfe der rechten Propagandaorganisationen „Volksfront media" und
„media-pro-patria". Organisationen, welche NPD Wahlwerbung, faschistische
Musikvideos und Demonstrationsvideos so genannter Autonomer Nationalisten im
Internet verbreiten.

Kevin S. war zu dem bei den neofaschistischen hessischen „Freien
Kräften Schwalm-Eder" über Jahre aktiv. Die Äußerung des Sprechers der Polizei
Schwalm-Eder, dass weder Kevin S. als Neonazi, noch eine rechte
Struktur in Nordhessen bekannt sei, erscheint dabei als lokaler Teil der
Verharmlosungsstrategie des Hessischen Innenministeriums.

„Auch Münster ist keinesfalls frei von faschistischen Kräften, wie die jüngsten
Hakenkreuzschmierereien auf Plakaten des SDS wieder beweisen haben ", so das
Mitglied von Linksjugend Münster, Hannes Draeger. Darüber hinaus stellt Hannes
Draeger fest: "Die Linksjugend Münster wird sich von den Ereignissen in Hessen
nicht einschüchtern lassen, sondern verstärkt dem Kampf gegen den Faschismus
widmen und sich noch intensiver mit anderen antifaschistischen Gruppen
vernetzen."

Weitere Informationen zur Linksjugend ['solid] Münster sind zu finden unter: www.linksjugend-muenster.de