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4. Juli 2008

Stadtspitze darf sich bei Grevener Straße und "Baracke" nicht weiter verstecken

Selbstorganisierte Projekte haben Lebensberechtigung - Stadtspitze darf sich bei Grevener Straße und "Baracke" nicht weiter verstecken  

"Die Aufgabe der Stadt ist es, sich um Bürgerinnen und Bürger zu kümmern und nicht sie zu vertreiben," kritisieren der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel (LINKE) und Ratsherr Ali Atalan bei der Grevenerstraße das aktuelle Verhalten der CDU/FDP Stadtregierung aber auch der Universitätsspitze bei der "Baracke". "Die Ratsmehrheit und Oberbürgermeister Dr. Tillmann dürfen sich beim Erhalt der Grevenerstraße aber auch der universitären "Baracke" nicht weiter verstecken. Selbstorganisierte Projekte haben in Münster immer ihre Lebensberechtigung gehabt und sind ein wichtiger Bestandteil des städtischen Lebens und des Stadtbildes. Die städtische Wohn-und Stadtbau muss von OB Tillmann und der Ratsmehrheit daher in die Pflicht genommen werden für den Erhalt zu sorgen, denn dieser ist bei gutem Willen möglich."

Dies sehe man am Erhalt der Frauenstraße 24, jetzt u.a. auch Kulturzentrum, und dem Erhalt des Wohnprojekts Tibus/Breul. "Beide Projekte wurden erst nach jahrelangem politischen Kampf von der damaligen Stadtregierung erhalten. Das ist auch jetzt bei den aktuellen Projekten möglich, denn zu einer Stadt der Wissenschaft und der Kultur gehören nicht nur Mainstream Projekte wie die Münster Arkaden oder die Aaseeterrassen. Es drängt sich momentan aber der Eindruck auf, dass gerade selbstorganisierte Projekte die Stadtregierung und das "Erscheinungsbild stören". Bürger sollten aber in ihren Anliegen unterstützt werden und nicht ins Abseits gedrängt werden."