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27. März 2008

DIE LINKE. Münster behält sich eigene OB-Kandidatur vor / Findungskommission gebildet

DIE LINKE. Münster hat in ihrer letzten Vorstandssitzung entschieden, sich die Option auf eine eigene Oberbürgermeister-Kandidatur vorzubehalten, erklärt Ratsherr Ali Atalan. Deshalb ist zunächst eine fünfköpfige Kommission gebildet worden, die bis zu den nächsten Sommerferien in Frage kommende Kandidatinnen und Kandidaten kontaktieren und dem Kreisparteitag Vorschläge unterbreiten soll. 

In einer zu erarbeitenden Beschlussvorlage sollen zudem die politischen, inhaltlichen und personellen Aspekte  benannt, erörtert und abschließend eine Entscheidung über eine Kandidatur getroffen werden. „DIE LINKE. Münster gibt damit auch ein deutliches politisches Signal, dass sie nicht gewillt ist, den politischen Konkurrenten  das inhaltliche und personelle Feld anspruchslos zu überlassen", betonnt Atalan.

In der Vorstandssitzung wurde hervorgehoben, dass der Kreis der Anwärterinnen und Anwärter mit sachlicher Kompetenz für klare politische Positionen in der Öffentlichkeit stehen und diese vertreten müsse. 

Kommissions- und Vorstandsmitglied Joachim Bruns betonte: "Ein konsequentes Eintreten für soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit, ein klares Bekenntnis zu einer toleranten Politik in der Friedensstadt Münster, eine Finanzpolitik zur Sicherung der Daseinsvorsorge, die Anhebung des Gewerbesteuerhebesatzes und die Ablehnung des  Baus einer Musikhalle sind unabdingbar."

Vorstand und Kommission halten es in Anbetracht der männlichen Dominanz bei Kandidaten der anderen Parteien für sinnvoll, eine Kandidatin aufzustellen.