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16. Mai 2008

Bocholter Nazis rufen zum Mord auf

Die LINKE. Münster solidarisiert sich mit den Betroffenen

Die Linke. Münster solidarisiert sich mit dem von Mord bedrohten
Kreissprecher der LINKEN. Borken, Rainer Sauer. Seit Samstag, den 10. Mai, kursiert im Internet ein Video, in dem zum Mord an dem Antifaschisten Rainer Sauer aufgerufen wird.

In einem dreiminütigen Filmbeitrag wird zunächst sein Konterfei gezeigt, dann erscheint ein Maschinengewehr, dazu im Hintergrund Hetzmusik mit eindeutigen Texten. Auch persönliche Daten werden eingeblendet.

In dieser bedrohlichen Situation sprach Die LINKE. Münster auf Ihrer Mitgliederversammlung geschlossen ihre Solidarität für Rainer Sauer aus und unterstützt den Aktionsaufruf für Rainer Sauer auf der Homepage www.kein-fussbreit-den-faschisten.de.

Dirk Habermann, Mitglied des geschäftsführenden Kreisvorstandes, erklärt dazu: "Der Mordaufruf gegen Rainer Sauer ist der Höhepunkt einer neofaschistischen Hetzjagd. In diesen Zeiten ist Solidarität mit den Betroffenen ein Gebot der Stunde. Es kann jede und jeden treffen."

Rainer Sauer, Gewerkschaftsaktivist und bekennender Antifaschist stellte sich bereits in der Vergangenheit den braunen Terror in Bocholt entgegen:
Als Neo-Nazis für den 8. September 2007 eine Demonstration in Bocholt ankündigten, organisierte die von Rainer Sauer gegründete Bürgerinitiative eine Gegendemonstration, an der sich über 2.000 Menschen in der rund 75.000 Einwohnerstadt beteiligten. Zugleich sammelte die Initiative über 4000 Unterschriften für ein Verbot der NPD.

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