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30. Mai 2008

Späte Einsicht der CDU in verfehlte Bahnhofssanierung

Münster. Hätten sie mal besser zugehört. Als DIE LINKE. Offene Liste-Ratsherr Ali Atalan auf der letzten Ratssitzung begründen wollte, warum er für eine Bahnhofssanierung, aber gegen das vorliegende Konzept ist, störten vor allem die Fraktionsmitglieder der CDU durch Zwischenrufe. Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann schritt nicht nur nicht gegen die Störer ein, sondern spottete am Ende selbst mit der Bemerkung: „Vielen Dank Herr Atalan. Auch wenn’s schwer fällt.“

 

Offensichtlich haben die Ratsvertreter der CDU ihre Hausaufgaben nicht vor der Sitzung gemacht, weil ihnen dann auch ohne die Begründung Atalans hätte auffallen müssen, dass im Konzept keine Rolltreppen vorgesehen sind. Erst nachdem sich Ruprecht Polenz (CDU) eingeschaltet hat, scheinen dem ein oder anderen die Augen geöffnet worden zu sein. Hätten sie zugehört, wäre die Entscheidung über den 5 Mio. Euro Zuschuss der Stadt vielleicht schon vorher anders ausgefallen. Jetzt Beschwerdebriefe nach Berlin zu schicken, ist etwas spät.

 

„Es verwundert kaum, dass Stadtdirektor Hartwig Schultheiß das Konzept nach wie vor verteidigt, denn er ist maßgeblich verantwortlich für das katastrophale Verhandlungsergebnis der Stadt Münster mit der Bahn“, erklärt DIE LINKE.-Sprecher Raimund Köhn. Dabei war allen Beteiligten bekannt, dass die Treppen schmal sind. Mit etwas mehr Kreativität sind aber auch andere Lösungen machbar, was nicht nur beim Umbau des Bahnhofs in Dortmund gelungen ist. Wenn der Umbau in Münster behindertengerecht, senioren-, frauen- und familienfreundlich sein soll, müssen Fahrstühle und Rolltreppen eingebaut werden.

 

Den Ratsvertreterinnen und Vertretern der CDU-Fraktion empfiehlt DIE LINKE. Offene Liste, das nächste Mal vielleicht doch besser zu zuhören. Dann ist danach die Katerstimmung auch nicht so schlimm