„Wir begrüßen die Initative der Stadt Münster, sich am Samstag den 18. Oktober, von 11.55 bis 12 Uhr, wenigstens für 5 Minuten für die Bekämpfung von Armut einzusetzen", stellt Raimund Köhn, Sprecher von DIE LINKE Münster fest. „Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet die Schönredner von Münstermarketing den weltweiten UNO-Aktionstag gegen Armut vor Ort in Münster organisieren, während 7600 Kinder in dieser Stadt in Armut leben und oftmals nicht genug zu essen bekommen", führt Köhn weiter aus.
Köhn verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngst vom Sozialamt der Stadt Münster bestätigen Zahlen, wonach 7600 Kinder in Münster in Armut leben, weil ihre Eltern etwa Hartz IV oder Sozialhilfe bekommen. Insgesamt ist in Deutschland die Zahl der Millionärshaushalte seit 2006 um 21% auf 422000 gewachsen und jeder 6. in Deutschland ist Arm oder von Armut bedroht. Als Folge der neoliberalen Politik hat sich insbesondere die Kinderarmut seit Einführung des Alg II mehr als verdoppelt.
„Ich rufe für den 18. Oktober ganz besonders alle Niedriglohnbeschäftigte, Arbeitslose und Obdachlose auf, in die Innenstadt zum Prinzipalmarkt zu kommen und dieser Stadt zu zeigen, was sie vom herrschenden Kapitalismus halten," so Ali Atalan, Ratsherr für die DIE LINKE Liste Münster.