Zurück zur Startseite
14. Oktober 2008

DIE LINKE. Münster gratuliert Paul Krugmann

Der US-amerikanische Ökonom Paul Krugman hat den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten. Nach Auskunft des Nobelpreiskomitees wird Krugman insbesondere für seine Forschungen im Bereich des internationalen Handels geehrt. Dabei hat sich Krugman immer wieder vehement gegen die Thesen ausgesprochen, dass Staaten im Standortwettbewerb stehen und Freihandel stets besser als Protektion sei.


„Nachdem die neoliberalen Finanzmärkte aufgrund von Spekulationen zusammengebrochen sind, erhält nun der bekannteste Kritiker dieser Ideologie den höchsten Preis für Wirtschaftswissenschaften“, erklärt Raimund Köhn, Sprecher DIE LINKE. Münster. „Damit macht auch das Nobelkomitee deutlich, dass wir wirtschaftspolitisch eine völlig neue Richtung einschlagen müssen. Das Versagen der Finanzwirtschaft offenbart das Versagen der herrschenden Politik. Denn die jetzige Regierung wie die Vorgängerregierungen haben es nicht nur versäumt, Spielregeln für die internationalen Finanzmärkte zu definieren, sondern sich selbst mit Milliarden von Steuergeldern an den Spekulationen dieser Branche beteiligt. Die akute Bedrohung ist nicht nur daran zu erkennen, dass sogar die Hohepriester des Neoliberalismus, die Manager der Großbanken, nach dem Staat rufen, sondern Politiker in grotesken Verlautbarungen wieder von einer sozialen Marktwirtschaft fabulieren und nebenbei milliardenschwere Stützungspakete für die Finanzwirtschaft bewilligen, die als Akt der Solidarität angepriesen werden.“


„Einrichtung von Kapitalverkehrskontrollen, Erhöhung der privaten und staatlichen Nachfrage sowie ein sozial gerechtes Steuersystem sind wirtschaftspolitische Maßnahmen, die Krugman ebenso wie wir befürwortet“, begrüßt Dr. Ralf Henrichs, Volkswirt und Vorstandsmitglied DIE LINKE. Münster diese Bestätigung linker Wirtschaftspolitik.