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12. Oktober 2008

Zugang verweigert: Ratsherr von DIE LINKE. Offene Liste stand nicht auf der Gästeliste

Der westfälische Friedenspreis ist keine Initiative der Stadt Münster, auch wenn Oberbürgermeister Berthold Tillmann die diesjährige Verleihung im Friedenssaal eröffnet hat. Den mit 50000 Euro dotierten Friedenspreis vergibt die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL). Mit der Verleihung im Münsterschen Friedenssaal erhält diese Lobbyistengesellschaft eine Würde, die offensichtlich von der Stadt nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert wird.


Mit Kofi Annan ist in diesem Jahr zweifellos ein engagierter Kämpfer für Frieden und Vermittlung gewürdigt worden. Allerdings hat die WWL dies durch den Laudator Frank-Walter Steinmeier konterkariert. Steinmeier steht für die Unterstützung des völkerrechtswidrigen Krieges der USA gegen den Irak und den verfassungswidrigen Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan.


Das hat DIE LINKE. Münster im Vorfeld der Preisverleihung kritisiert. Und obwohl alle Ratsfraktionen von der WWL zur Ehrung eingeladen worden sind, wurde dem Ratsherrn der Partei DIE LINKE. Offene Liste, Ali Atalan, der Zutritt trotz vorheriger telefonischer Nachfrage und dann vor den Toren des Rathauses verweigert.


“Es geht nicht um persönliche Eitelkeiten, sondern um die Tatsache, dass ein gesellschaftlich bedeutsamer Friedenspreis, der mit der Stadt Münster unmittelbar verbunden ist, extern von einer Gesellschaft bestimmt wird, die von Wirtschaftsinteressen geleitet wird. Dabei wollen wir nicht einmal spekulieren, dass der Ausschluss der LINKEN politisch motiviert ist“, erklärt DIE LINKE.-Sprecher Raimund Köhn dazu.