Münster. „Die Umstellung der Bus-Flotte der Stadtwerke auf Fahrzeuge mit Hybridantrieb kann zur Verbesserung der Luftqualität in Münster beitragen“, erklärt DIE LINKE.-Sprecher Raimund Köhn. „Allerdings verdreht die CDU in ihrem Antrag an den Rat Ursache und Wirkung und verschleiert damit die Probleme der zu hohen Feinstaub- und Stickoxidbelastungen im Stadtgebiet.“
Bereits jetzt ist abzusehen, dass in diesem Jahr erneut die EU-Grenzwerte für Feinstaub an der Weseler Straße überschritten werden. In Münster ist der Verkehr der Hauptverursacher dieser gesundheitsgefährdenden Luftbelastung. „Insofern der ÖPNV Verkehr reduziert, tragen Busse zur Verbesserung der Luftqualität bei, sind also keinesfalls für einen Großteil der Schadstoffe verantwortlich“, kritisiert Köhn die Äußerungen von CDU-Chef Markus Lewe. „Die CDU-Ratsfraktion drückt sich vor den notwendigen Konsequenzen, die sich aus der Klagemöglichkeit gegen Feinstaub und voraussichtlich 2010 auch gegen Stickoxidbelastungen ergeben: die Einrichtung einer Umweltzone und vor allem ein innerstädtisches Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr.“
Wesentlich effizienter als Hybridbusse sind jedoch Brennstoffzellenbusse, wie sie bereits in Hamburg eingesetzt werden. Diese Busse produzieren keine Schadstoffe, da sie mit Wasserstoff angetrieben werden, der wiederum umweltfreundlich in einer Solaranlage gewonnen wird. Viel wichtiger als solche technischen Innovationen für die Luftreinhaltung ist jedoch die Reduzierung des Verkehrs, unter anderem durch eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV über den Preis, den Ausbau von Park-and-Ride-Parkplätzen und weitere Busspuren.