Nachdem sich nun auch Hubert Tinkloh, Chef des Wirtschaftsforum Greven, gegen des Ausbau der Startbahn am Flughafen Münster-Osnabrück ausgesprochen hat, sollte dieses Projekt endlich zu den Akten gelegt werden“, fordert der umweltpolitische Sprecher von DIE LINKE. Münster, Ralf Henrichs. „Selbst Tinkloh erklärt, dass sich dieser Startbahnausbau nicht einmal in zehn Jahren rechnen werde.“
Der heutige Ausbauzustand des FMO genügt allen Ansprüchen der heimischen Wirtschaft, zumal die wirtschaftliche Entwicklung seit einiger Zeit negativ ist und die von der FMO-Geschäftsführung seit Jahren prognostizierte Steigerung der Fluggastzahlen nie eingetreten ist.
Ein Interkontinentalflughafen im Münsterland hat weder im Hinblick auf Arbeitsplätze noch wirtschaftlich eine Perspektive. Die Anteilseigner, Kommunen wie Münster und Greven, können das öffentliche Geld besser verwenden, als für einen mindestens 60 Millionen Euro teuren Anteil am Startbahnausbau.
Die Kosten für diesen unsinnigen Ausbau müssten zu einem großen Teil von den Stadtwerken Münster getragen werden. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich die Stadtwerke zur Gegenfinanzierung gezwungen sehen und die Gas-, Wasser oder Strompreise erhöhen.
Eine andere Möglichkeit der Gegenfinanzierung besteht darin, weniger Gewinne an die Stadt Münster auszuweisen. Am Ende zahlen in beiden Fällen die Bürgerinnen und Verbraucher.
„Es ist nicht zu verantworten, dass zukünftig in Münster einige Menschen frieren müssen, nur damit andere es bequemer haben, zum Sonnentanken in die Dominikanische Republik zu gelangen“, kritisiert Henrichs.