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14. August 2009

Münster und Kulturpolitik, wo?

Es mangelt ja nun wirklich nicht an Potentialen, wenn man die Ausbildungsorte für Kultur in Münster zählt, kann die Stadt mit Düsseldorf und Köln durchaus mithalten, aber dann ist auch schon Ende und aus die Maus, kulturpolitische Erkenntnisse, Handlungen, Pläne, nichts zu sehen, nichts zu hören. Kulturpolitik, Fehlanzeige. Mit spitzen Fingern werden sie angefasst, man sieht sie lieber gehen als kommen, die Kulturszene, man misstraut ihnen und zögert mit Zuschüssen, dabei soll es die Kreativwirtschaft ja richten, das Jobwunder der kommenden 10 Jahre.

Wer aber zur  Kreativwirtschaft redet, muss wissen, dass sie sich aus dem Zentrum speist, in dem Kreative arbeiten, und das mit großem Engagement, großem Mut und übergroßem Risiko. Kreativ sein heißt, Neues wagen, Mut haben und dabei nicht auf schnelle Verwertbarkeit schielen. Hier ist die Stadt  gefordert, nicht als Gnade, sondern in der Erkenntnis, das eine Kommune erst mit und durch die Kulturszene erlebbar und menschlich wird.

Lorenz Mueller-Morenius, Bildender Künstler und kulturpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE in Münster; "Kultur hat eine wichtig gesellschaftspolitische Funktion, sie ist damit auch immer und überall politisch, wir werden den Dialog aufnehmen, wohl wissend, dass es hier auch um Geldmittel und Raumförderung, und nicht nur um schöne Worte geht. Für uns gibt es keine Konkurrenz zwischen "Freier" und städtischer Kultur, beide haben eindeutige Funktionen und unterschiedliche Anliegen. Es ist zu fürchten, dass die finanzielle Situation der Stadt zuerst da sparen will, wo es um freiwillig Aufgaben geht, dazu gehört auch der Bereich Kultur. Mit uns wird das nicht zu machen sein, wir werden einen Kulturentiwicklungsplan für Münster erstellen, wir werden die Kultur in einem Beirat mitreden lassen, wir, die LINKE in Münster, wollen für und in Münster mehr Kultur wagen."