Die LINKE Münster unterstützt die Forderung von pro familia Münster zum Ausbau der Beratungsstelle an der Uni-Klinik Münster im Bereich Pränataldiagnostik.
Schwangeren in gesundheitlichen Konfliktsituationen eine sozialpsychologische Beratung zu ermöglichen ist ein Mindestmaß an Leistungen die das Gesundheitssystem der BRD sicherstellen muss.
„Durch die Kürzungsorgien auf Landes- wie Bundesebene werden selbst werdende Mütter alleingelassen. Dies ist symptomatisch für die dissoziale Politik der neoliberalen Blockparteien" sagt die frauenpolitische Sprecherin und Spitzenkandidatin der LINKEN Münster Iris Toulas.
Allerdings ist die Pränataldiagnostik insgesamt in ihren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stellung von Menschen mit Behinderungen als äußerst kritisch zu bewerten. „Die Einführung der medizinischen Indikation hat keineswegs zu einem veränderten Bewusstsein in Bezug auf die Wahrnehmung von Behinderungen geführt.
Um den Boden für gesellschaftliche Teilhabe zu bereiten, der sonst aufgrund von Unwissenheit nie betreten werden und so „Empowerment" ermöglichen könnte, fordert die LINKE die reale Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken," so der behindertenpolitische Sprecher der LINKEN Münster Jörg Berning.