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12. Februar 2009

Grevener Straße – Keine Fakten, dafür scheinheilige Angebote

Während die Besetzerinnen und Besetzer des Hauses Grevener Straße 53 die Errichtung eines Sozialen Zentrums fordern, werden ihnen Ersatzobjekte zum „Versetzt“ zu ganz normalen Mietpreisen angeboten. CDU, FDP und UWG ruhen sich nun auf diesen scheinheiligen Angeboten aus.

„Statt bisher knapp 250 Euro sollen nun 800 Euro im Monat bezahlt werden,“ berichtet Raimund Köhn, Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE. Münster. „Das ist kein Angebot, sondern eine Farce. Für den gemeinnützigen Verein ask e.V. ist dies nicht zu leisten.“

Diese Fakten werden unterschlagen. Genauso wie zuvor die Lügen über zusätzlich geschaffenen Sozialen Wohnraum verbreitet wurden. Damit soll nun die Räumung der Besetzerinnen und Besetzer vorbereitet werden.

In der Öffentlichkeit soll der Eindruck erweckt werden, Aktionen wie die Kunstausstellung in der Stadthausgalerie, seien illegal. Dies ist nicht der Fall. Auch die Besetzung ist legitimes Mittel, für den Erhalt sozialen Wohnraumes zu kämpfen.

Mit Verweis auf die lange, bewegende Geschichte der Häuser in der Grevener Straße möchten wir die FDP an ihre eigene Geschichte erinnern.
 
Der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Jürgen Möllemann antwortete im Interview mit dem Semesterspiegel (Nr. 134) zur Grevener Straße 31 auf die Frage, ob er grundsätzlich eine Hausbesetzung als legales Kampfmittel Wohnungssuchender betrachte: "Wenn die Situation so gelagert ist, wie in diesem Fall, auf jeden Fall".