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9. Juli 2009

Atomkraft: Zdebel fordert Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und Ende der Uran- und Atommülltransporte im Münsterland

LINKE: "Bei Krümmel wird der Bock zum Gärtner gemacht".

Zur Einsetzung eines Sonderermittlers zu den Störfällen im Atomkraftwerk Krümmel erklärt Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Direktkandidat in Münster für den Bundestag:
 
"Der Einsetzung eines Sonderermittlers zur Untersuchung der Störfälle im AKW Krümmel ist ein reines Ablenkungsmanöver der Konzernspitze. Denn der ‚Sonderermittler’ Stefan Dohler ist nicht unabhängig, sondern ein Vattenfall- Manager. Das wäre so, als würde man Drogenbarone die Aufgabe zuteilen, die Verbreitung von Rauschgift einzudämmen. Hier wurde ganz eindeutig der Bock zum Gärtner gemacht.
 
Der Pannenreaktor muss dichtgemacht werden und zwar auf Kosten des Energieriesens. Die Pannen in Krümmel zeigen ein weiteres Mal, dass die Forderung der LINKEN nach sofortiger Abschaltung der Atomanlagen richtig ist. Die Verdachtsfälle bei alten Atommeilern häufen sich, wonach die Kinderkrebsrate in diesen Regionen deutlich höher liegt als in AKW- freien Gebieten.
Dies ist Anlass genug, die sofortige Stilllegung dieser tickenden Zeitbomben zu fordern - auch wenn damit der hiesigen Atomlobby einige Milliarden durch die Lappen gehen. Die vier großen Energiekonzerne RWE, EON, EnBW und Vattenfall wollen den Atomausstieg verhindern.
 
Auch in Münster und im Münsterland sind immer mehr Menschen besorgt, dass der vereinbarte Atomausstieg gekippt werden soll. Der Protest gegen den von Energiekonzernen und CDU/FDP propagierten ‚Ausstieg aus dem Ausstieg’ wächst deutlich. Die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, die allein dem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken dient, ist zwingend notwendig. Die Urantransporte von und nach Gronau sowie neue Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus müssen sofort eingestellt werden. Statt einer „Renaissance“ der Atomenergie brauchen wir den beschleunigten Umstieg auf Erneuerbare Energien.“