DIE LINKE.Münster begrüßt die heute beginnenden Aktivitäten zum
Bildungsstreik und ruft alle Mitglieder und der Partei nahestehenden
Menschen dazu auf, sich an den über 60 Programmpunkten zu beteiligen.
Hannes Draeger, hochschulpolitischer Sprecher der LINKEN in Münster, erklärt: " Überfüllte Hörsääle und heruntergekommene Schulen, gehetzte LehrerInnen und soziale Selektion sind Alltag im deutschen Bildungssystem. Dass sich dagegen Widerstand formiert, ist ein gutes Zeichen auch für andere Verteilungskämpfe, die sich aus der schamlosen Bereicherung von einigen Managern und Spekulanten ergeben."
"Wir begrüßen es, dass endlich Bewegung in die Debatte um das verkorkste Bildungssystem kommt", so Hubertus Zdebel, Bundestagskandidat DIE LINKE und ergänzt: "Gemeinsam mit der Bildungsstreikbewegung können wir hoffentlich entscheidende Veränderungen anstoßen."
DIE LINKE sieht es als wichtigste Zukunftsaufgabe an, die soziale Selektivität im Bildungsbereich zu durchbrechen und Bildung abseits von Wirtschaftsinteressen und Wettbewerbs- und Leistungsdruck zu gestalten. Damit unterstützt sie die Forderungen der Bildungsstreik-AktivistInnen. Mit der Abschaffung von Studiengebühren in Hessen hat DIE LINKE gezeigt, was möglich ist. Mit Unverständnis nehmen wir daher auch die Äußerungen von Margret Wintermantel, Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz, zu Kenntnis, die Bildungssproteste seien "schädlich und dumm" und man solle die Hochschulbildung nicht "schlechtreden".
"Hier üben sich tausende junger Menschen in demokratischer Bildung," so Raimund Köhn, Kreissprecher von DIE LINKE.Münster. "Frau Wintermantel möge den Bildungsstreik nun ihrerseits nicht schlechtreden, sondern sich mit den SchülerInnen und Studierenden an einen Tisch setzen. Die Dialogbereitschaft der Verantwortlichen ist die Voraussetzung für eine friedliche Auseinandersetzung."