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3. März 2009

DIE LINKE. fordert eine konstruktive Lösung statt scheinheiliger Empörung

"Die Empörung des CDU-Ratsherren Richard-Michael Halberstadt erscheint in Anbetracht der jetzt geplanten Räumung des Hauses Grevener Straße 53 wenig glaubwürdig", kritisiert die Spitzenkandidatin der Partei DIE LINKE. Münster, Iris Toulas.

Mit der Schuldzuweisung an den Betreiberverein "ask" soll offenbar im Vorfeld der jetzt geplanten "gewaltsamen" Räumung eine moralische Legitimation geliefert werden.
 
Die Fakten sprechen aber gegen die Behauptung von Halberstadt und Kämmerin Helga Bickeböller, man habe sich bemüht, einen anderen Standort zu finden. Denn die bisher angebotenen drei anderen Ladenlokale übersteigen die Mietkosten des bisherigen Lokals für den Quadratmeter um das bis zu dreifache. Das liegt jedoch jenseits der finanziellen Möglichkeiten des Vereins.
 
Halberstadt verdreht die Tatsachen zusätzlich, weil er unterschlägt, dass nicht der Verein nach neuen Räumlichkeiten sucht, sondern die Stadt die Gebäude an der Grevener Straße abreißen möchte.

Die Verantwortung, für alle MieterInnen preiswerte Ersatzräumlichkeiten zu finden, liegt deshalb bei CDU und FDP. Allerdings zeigt sich dabei deutlich die verfehlte Wohnraumentwicklung in Münster. Denn innenstadtnaher, preiswerter Wohnraum existiert kaum noch. Das gilt gleichermaßen für Ladenlokale.

"Die Empörung und Schuldzuweisung sind deshalb fadenscheinig vorgespielt, um von der anstehenden Räumung abzulenken", kommentiert DIE LINKE. -Ratsherr Ali Atalan und schlägt vor, dass die Verwaltung endlich auf seine bereits gestellte Anfrage antwortet, in dem er die Auflistung der leerstehenden städtischen Immobilien in der entsprechenden Größenordnung fordert, die für ein Soziokulturelles Zentrum in Münster in Frage kommen können.