LINKE kritisiert die Räumung der besetzten Häuser in der Grevener Straße
Zu der in der Grevener Straße durchgeführten Räumung der besetzten Häuser stellt der Münsteraner Bundestagskandidat der Linken, Hubertus Zdebel fest:
“Es ist unerträglich, dass die städtische ‚Wohn- und Stadtbau’ sich derselben Methoden wie profitorientierte Miethaie bedient und mit einem Polizeieinsatz räumen lässt, um damit den Abriss der Häuser durchzusetzen. Die Verantwortung dafür trägt letztlich die CDU/ FDP-Ratsmehrheit, die diese städtische Wohnungsbaugesellschaft kontrolliert. Auch in Münster brauchen wir endlich einen Schutzschirm für Menschen.“
"Dass die ‚Wohn- und Stadtbau’ just an dem Tag die Feierlichkeiten zum ersten Spatenstich in der Schulstraße veranstaltet, an dem sie in der Grevener Straße räumen lässt, ist ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver", so Zdebel weiter.
Eine der Ursachen für die brutale Räumung war das unglaubwürdige Verhalten des CDU-Ratsherren Richard-Michael Halberstadt und der Kämmerin Helga Bickeböller, welche sich vermeintlich bemüht hatten, einen alternativen Standort für das sozial-kulturelle Zentrum „Versetzt“ zu finden. Allerdings überstiegen die Mietkosten der angebotenen Ladenlokale die des bisherigen um das bis zu dreifache. Das lag jedoch jenseits der finanziellen Möglichkeiten des Vereins, was einen Verbleib zwangsläufig notwendig machte.
„An dieser Situation zeigt sich deutlich die verfehlte Wohnraumentwicklung in Münster. Denn innenstadtnaher, preiswerter Wohnraum existiert kaum noch. Das gilt gleichermaßen für Ladenlokale. Auch das haben die BesetzerInnen mit ihrem kämpferischen Einsatz deutlich gemacht“, so die Linke Spitzenkandidatin für den Rat, Iris Toulas.