An den Menschen vorbei geplant
DIE LINKE. Münster steht hinter den Forderungen der „Initiative Kinderhaus“ nach einem Stopp der Erweiterungspläne des Einkaufszentrums am Idenbrockplatzes. Das wurde bei einem Gespräch vor Ort deutlich, bei dem Barbara Wagstaff von der „Initiative Kinderhaus“ den Ratsherrn Ali Atalan, die Spitzenkandidaten Iris Toulas und Raimund Köhn sowie Stephan Siewering, der für DIE LINKE. in Kinderhaus antritt, über die Pläne informierte.
„In Münster-Kinderhaus verfallen ganze Häuserzeilen nicht nur in der Schleife und bei den an die ‚Heuschrecken’ verkauften Objekten. Die Sanierung des öffentlichen Wohneigentums kommt ebenfalls nur schleppend voran, weil zu wenig Geld zur Verfügung gestellt wird. Anstatt im Rahmen des Konjunkturprogramms nun endlich die dringend notwendige Sanierung des öffentlichen Eigentums zu beschleunigen, planen CDU und FDP die Erweiterung des Einkaufszentrums am Idenbrockplatz. Bei diesem Prestigeobjekt zwischen maroden Hochhäusern dürfen Nobelwohnungen und eine weitere Tiefgarage selbstverständlich nicht fehlen“, kritisieren Raimund Köhn und Ali Atalan die Entwicklung.
„Bei der Erweiterung um mindestens zwei Supermärkte und eine dritte Drogerie setzen die Kommunalpolitiker auf die Kaufkraft der Bevölkerung aus den benachbarten Ortsteilen Coerde, Sprakel und Nienberge. Widersprüchlicher geht es kaum. Auf der einen Seite bewirbt sich die Stadt um den Titel ‚Umwelthauptstadt’, auf der anderen Seite wird eine massive Erhöhung des Verkehrsaufkommens geplant“, waren sich Iris Toulas und Stephan Siewering einig.
„Der Planungswahnsinn trifft auf massiven Protest in der Bevölkerung. Mittlerweile sind über 500 Eingaben gegen das Projekt bei der Verwaltung eingegangen. Die meisten von der ‚Initiative Kinderhaus’“, berichtete Barbara Wagstaff.
DIE LINKE. sagte der „Initiative Kinderhaus“ ihre Unterstützung zu, um zu verhindern, dass die CDU-FDP Ratskoalition noch vor der Kommunalwahl vollendete Tatsachen schafft.