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15. Oktober 2010 og

Studiengebühren: DIE LINKE begrüßt verstärkten Druck

DIE LINKE steht erneut mit SPD und Grünen in Verhandlungen um die Abschaffung der Studiengebühren zum Sommersemester 2011. Nachdem im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung keine Einigung erzielt werden konnte, wurde nun der Druck erhöht. DIE LINKE. Münster begrüßt die Ankündigung der Landtagsfraktion, einen Nachtragshaushalt abzulehnen, der nicht die sofortige Abschaffung der Studiengebühren enthält.

"Die notwendigen Mittel zur Kompensation der Gebühren sind dank zusätzlich eingestellter Gelder im Hochschuletat verfügbar," so Mathias Meczele, Vorstandsmitglied DIE LINKE. "Aber auch alternative Finanzierungswege sind denkbar. Die Landesregierung muss sich bewegen, wenn sie dieses wichtige Wahlversprechen einlösen will."

DIE LINKE weist auf zahlreiche Untersuchungen hin, nach denen Studiengebühren besonders diejenigen AbiturientInnen abschreckt, die aus sogenannten "niedrigen sozialen Herkunftsgruppen" kommen. Die Studienabbruchstudie der Hochschulinformationssysteme (HIS) hat zudem gezeigt, dass finanzielle Probleme unter diesen Studierenden der häufigste Grund zum Abbruch eines Studiums sind.

"Die hohe Zahl der Neueinschreibungen zeigt, dass bereits die Ankündigungen der Landesregierung Auswirkungen auf die BewerberInnenzahlen haben. Nun müssen sie dafür sorgen, dass nicht die Abbrecherquoten ebenso in die Höhe schnellen," warnt Olaf Götze, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE.