Zum 24. "Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen" wünscht DIE LINKE.Münster den über 800 Verbänden und Einrichtungen von und für Frauen in Nordrhein-Westfalen ein gutes Gelingen ihrer Aktionen.
In allen kapitalistischen, patriarchal geprägten Ländern der Welt wird die körperliche und seelische Unversehrtheit von Frauen und Mädchen, quer über alle sozialen Klassen sowie kulturellen und religiösen Grenzen hinweg, verletzt. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist keine Privatsache, sondern Ergebnis der gesellschaftlichen Macht- und Ressourcenverteilung zu Lasten der Frauen.
"Deshalb steht DIE LINKE für eine Politik, die Gewalt gegen Frauen bekämpft und die Unterstützung der Betroffenen garantiert," so Iris Toulas, Mitglied im Rat der Stadt Münster. "An vorderster Stelle bedeutet dies die volle Ausfinanzierung aller Frauenhäuser in Nordrhein-Westfalen und die Rücknahme der Kürzungen durch die Landesregierung."
Jährlich finden rund 5000 Gewaltopfer in den 62 landesgeförderten Einrichtungen in NRW Zuflucht. Durch die Kürzungen der Landesregierung um 30 Prozent in diesem Bereich ist jedoch der Erfolg dieser Arbeit gefährdet. Auch in Münster arbeiten die Einrichtungen an der Grenze ihrer Kapazitäten und darüber hinaus.
"Die Kürzungen auch in Münster treffen zu allererst die Schwächsten der Gesellschaft," fasst Dirk Habermann, Sprecher DIE LINKE.Münster zusammen. "Wir wollen nicht nur den Status Quo erhalten, sondern Verbesserungen erreichen. Die Abschaffung der Zuzahlungspflicht durch die Tagessätze in Frauenhäusern wäre hier ein Anfang."