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22. September 2008

Den Bock zum Gärtner gemacht

Münster. „Bei der Auswahl des Laudators für den Preis des Westfälischen Friedens, ist der Bock zum Gärtner gemacht worden“, so Raimund Köhn, Sprecher von DIE LINKE. Münster. Anlass für diese Äußerung, ist die Entscheidung der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), welche den Friedenspreis vergibt, als Laudator den derzeitigen Außenminister Frank Walter Steinmeier zu verpflichten.

 

„Ausgerechnet Steinmeier, der als Strippenzieher im Kanzleramt für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien eine erhebliche Mitverantwortung trägt. Steinmeier, welcher als Beauftragter für die Nachrichtendienste von der Verschleppung von in Deutschland beheimateten Menschen in das US Folterlager Guantanamo Kenntnis hatte, aber nicht einschritt und nach eigener Aussage heute wieder so entscheiden würde. Dieser Außenminister, soll einen Friedenspreis an den ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan verleihen, welcher auf der Basis des Völker- und Menschenrechts tätig war. Das ist an Zynismus kaum zu überbieten“ führt Raimund Köhn, Sprecher von DIE LINKE. Münster seine Kritik weiter aus´.

 

„Diese Entscheidung der Kapitalistenclique von der WWL scheint wohl weniger einem wirklichen Interesse an einer nachhaltigen Friedenspolitik geschuldet zu sein, als Vielmehr der Imagepflege und dem Lobbyismus in eigener Sache zu dienen“ ergänzt Ali Atalan Ratsherr DIE LINKE. Münster.