Zurück zur Startseite
20. Januar 2009

Sinkende Fluggastzahlen verdeutlichen: Ausbau des FMO ohne Perspektive und finanziell unsinnig - Stadtwerke Kunden bezahlen

Deutliche Kritik an im Aufsichtsrat verantwortliche SPD und CDU
Die aktuell erneut um 2,3 Prozent eingebrochenen Fluggastzahlen am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO)  machen deutlich wie unsinnig und unwirtschaftlich der geplante Ausbau des Flughafens ist, kritisieren der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel und der stellvertretende Sprecher Hubertus Zdebel, DIE LINKE. Münster, das Vorhaben.
 
„Der FMO-Geschäftsführer Stöwer redet sich erneut die Bilanzen schön, wenn er behauptet, es käme nicht zu Millionen Defiziten. Denn wie bereits im Jahr 2007, mit rund 2, 8 Millionen Euro Fehlbetrag, wird dies auch 2008 und in diesem Haushaltsjahr so sein. Verlustvortrag Tricks helfen da nicht weiter und aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen ist dem Ausbau des FMO eine klare Absage zu erteilen. Vielen deutschen Flughäfen droht auf lange Sicht eine traurige Zeit als Investitionsruine, dies gilt auch für den FMO. Die Städte Münster und Greven haben auch kein Geld für einen 60 Millionen Euro teuren Startbahnausbau, sondern andere Sorgen. Die Stadtwerke Münster müssen als 35 Prozent Anteilseigner für die Kosten aufkommen und holen sich das Geld z.B. durch höhere Preise bei den Busfahrkarten oder höherer Strom- und Gaspreise wieder. Dies segnen die Aufsichtsräte von SPD und CDU regelmäßig ab und so müssen alle Kunden der Stadtwerke, vor allem auch Sozialhilfe - und Hartz-4 Empfänger, bezahlen und die Flugtickets für Urlauber subventionieren." 
 
Eine Verlängerung der Startbahn am FMO mache überhaupt keinen Sinn. “Die Münsterland-CDU wie auch die SPD, die jetzt sogar auch noch die Erweiterung des Gewerbegebiet am FMO beschlossen hat, ist aufgefordert, sich mit diesen Fragen ernsthaft auseinander zu setzen, anstatt wie bisher blind auf den Flughafenausbau und den Airport-Park zu setzen. Ein Gewerbegebiet Amelsbüren ist unsinnig, aber noch unsinniger ist es, gleichzeitig in Amelsbüren und am FMO Gewerbegebiete zu fordern. Das ist genauso falsch, wie sich die Flughäfen in Westfalen gegenseitig Konkurrenz machen und das Defizit vergrößern. Neben den ökologischen sind die finanziellen Argumente zu bewerten. Wenn deutsche Flughäfen in Zukunft nur noch als dezentrale Billigflieger-Standorte Zukunft haben, kommen mit den Überkapazitäten weitere Kosten auf die Steuerzahler zu.“