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18. Juni 2009

Hiltruper Bahnhof: CDU schwenkt auf Linie der LINKE um.

DIE LINKE. Münster unterstützt die neuen Überlegungen, das Hiltruper Bahnhofsgebäude in städtischer Trägerschaft zu erhalten, und sieht sich dadurch in ihrer Politik bestätigt.
 
Dazu erklärt Bundestagskandidat Hubertus Zdebel, stellv. Sprecher DIE LINKE. Münster:
 
„Es war und ist ein Skandal, dass das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude, das sich seit etwa zehn Jahren im städtischen Eigentum befindet, nicht genutzt wird und langsam, aber sicher verfällt. Für uns LINKE war immer klar, dass für das Bahnhofsgebäude privatwirtschaftliche Nutzungen ungeeignet sind und die Stadt  in der Pflicht ist.
 
Offensichtlich hat die CDU die Suche nach einem privaten Investor, von dem immer die Rede war, eingestellt und ist auf unsere Linie, dass das Bahnhofsgebäude letztlich in städtischer Trägerschaft bleiben müsse, umgeschwenkt. Denn die Wohn- und Stadtbau, die die CDU jetzt als Käufer des Bahnhofsgebäudes ins Spiel gebracht hat, ist eine städtische Gesellschaft.
 
Dadurch sehen wir LINKE uns in unserer bisherigen politischen Linie bezüglich des Bahnhofsgebäudes bestätigt. LINKS wirkt.
 
Die CDU muss sich aber fragen lassen, warum sie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der FDP alle Anträge der Opposition in der Bezirksvertretung und im Rat, die den Erhalt des Bahnhofs zum Ziel hatten und den neuen Vorschlägen sehr ähnlich sind, rigoros abgelehnt und geschwiegen hat, als ihr Koalitionspartner in Person des FDP-BV-Fraktionsvorsitzenden Eckervogt im Februar 2007 öffentlich bedauerte, dass beim Orkan 'Kyrill' kein großer Baum auf das Bahnhofsgebäude gefallen sei. Und wir fragen die CDU, warum sie ihren neuen Vorschlag ausgerechnet einige Monate vor den Kommunalwahlen präsentiert, wohl wissend, dass darüber bis zum 30.8. keine Entscheidung getroffen werden kann. Das ist nicht besonders glaubwürdig.
 
Zur Sanierung des Gebäudes, das sich aufgrund des städtischen, durch die CDU und FDP zu verantwortenden Nichtstuns inzwischen in einem nicht besonders gutem Zustand befindet, ist nach unserer Einschätzung eine Summe von mindestens 500.000 Euro erforderlich. Wir halten das angesichts der Tatsache, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht,  für eine überfällige Investition.
 
Wenn der Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) als Ankermieter der Wohn- und Stadtbau in das Bahnhofsgebäude einziehen würde, wäre das eine Lösung, mit der wir LINKE gut leben können. In den anderen nicht genutzten Räume im Bahnhofsgebäude könnte Platz für ein Café sein und ein großer Veranstaltungsraum für Hiltruper Vereine, Verbände und Initiativen geschaffen werden.“