DIE LINKE. Münster begrüßt, dass der Kampf um ein besseres Bildungssystem auch an der Universität Münster fortgesetzt wird. Das Engagement hunderter Studierender war nach den Hochschulreformen längst überfällig geworden, besonders vor dem Hintergrund, dass die Verschulung der Studiengänge, Kopfnoten und das verkürzte Abitur drohen, sich endgültig fest in den Köpfen zu verankern.
"Der Freiraum, den sich die Studierenden hier nehmen, ist eine gute Möglichkeit, dem Protest gegen ein ökonomisiertes Studium Ausdruck zu verleihen," fasst Olaf Götze, stellvertretender Kreissprecher DIE LINKE. Münster, zusammen: "Und natürlich senden wir unsere solidarischen Grüße auch nach Österreich und in andere europäische Länder."
Auf die Aussage der Rektorin Ursula Nelles, Studiengebühren seien eingeführt, was auch so bleiben und worüber sie nicht diskutieren werde, entgegnet Olaf Götze für DIE LINKE. Münster: "Jetzt erst recht! Die SchülerInnen und Studierenden sollten die Meinungshoheit nicht aufgeben und den Audimax der Universität so lange besetzt halten, bis die Gebühren wieder abgeschafft sind. Diese stellen eine enorme Hürde für die Aufnahme eines Studiums dar."
"Bei der Abschaffung von Studiengebühren wissen die Studierenden eine Mehrheit der MünsteranerInnen hinter sich," so Hannes Draeger, hochschulpolitischer Sprecher DIE LINKE. Münster. "Deshalb werden wir das Feld in dieser Frage auch nicht vorzeitig räumen. Die Rektorin und der Senat der Universität Münster stehen hier ebenso wie die Landesregierung in der Verantwortung." betont Draeger abschließend.