Die Ankündigung der Deutsche Bahn AG, ab 2012 acht Rolltreppen und vier Fahrstühle im Hauptbahnhof zu realisieren, ist zu begrüßen, so Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Direktkandidat für den Bundestag in Münster. Damit werde eine alte Forderung der LINKE umgesetzt.
„Offensichtlich muss aber erst ein tragischer Unfall passieren, bevor sich die Bahn AG bewegt. Nach dem tödlichen Treppensturz im Hauptbahnhof und dessen zynischen Kommentierung durch Bahnsprecher Kampschulte ist die Bahn sichtlich um Schadensbegrenzung bemüht. Die sofortige Inbetriebnahme der Gepäckbänder ist das Mindeste, was jetzt zu tun ist.“
Zdebel erinnerte daran, dass alle Ratsfraktionen - auch die SPD und die Grünen - das Thema Rolltreppen zunächst verschlafen hätten, als der Rat der Stadt Münster am 7. Mai vergangenen Jahres mit den Plänen für den neuen Hauptbahnhof befasst habe. „Erst als DIE LINKE aufdeckte, dass für den Hauptbahnhof lediglich Aufzüge, aber keine Rolltreppen vorgesehen sind, und sich dann auch die Seniorenvertretung des Themas annahm, wachten die anderen Parteien auf und kam glücklicherweise wieder Bewegung in die Planungen.“
Gleichzeitig kritisierte Zdebel die Ankündigung der Bahn, die Stadt für die Bahnhofsmodernisierung in die finanzielle Mitverantwortung nehmen zu wollen. „Der Bahnhofsumbau ist keine städtische Aufgabe und die Bundesregierung als Eigner und die Deutsche Bahn AG müssen die volle Verantwortung übernehmen und die finanziellen Voraussetzungen schaffen.“