Zurück zur Startseite
10. Juli 2009

FMO- Startbahn und FMO- Business-Park zu den Akten legen

LINKE. Münster begrüßt Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
FMO- Startbahn und FMO- Business-Park zu den Akten legen

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Ausbau der Startbahn des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) findet in der Partei DIE LINKE. Münster allgemeine Zustimmung.
 
„Es ist konsequent, dass das Bundesverwaltungsgericht die völlig überzogenen Bedarfsprognosen zurückgewiesen hat“, zeigt sich die Spitzenkandidatin der LINKE.Münster, Iris Toulas, zufrieden. „DIE LINKE lehnt die Pläne für die Startbahnverlängerung für Interkontinentalflüge auf 3.600 Meter am FMO  aus wirtschaftlichen, ökologischen und Lärmschutzgründen ab und spricht sich für ein Nachtflugverbot und gegen den Autobahnanschluss am FMO aus. Der heutige Ausbauzustand genügt mit Sicherheit allen Ansprüchen der heimischen Wirtschaft, noch dazu da die wirtschaftliche Entwicklung seit einiger Zeit negativ ist und die von der FMO- Geschäftsführung seit Jahren prognostizierte Steigerung der Fluggastzahlen nie eingetreten ist. Der FMO- Ausbau ist nicht die Jobmaschine, die von CDU, SPD und FDP vorgegaukelt wird.“
 
„Außerdem müsste ein großer Teil der Ausbaukosten von den Stadtwerken Münster getragen werden“, erinnert Raimund Köhn, Spitzenkandidat der LINKE. Münster, an die Finanzierungsfrage. Zur Gegenfinanzierung müssten die Stadtwerke dann die Gas-, Wasser- und Strompreise erhöhen oder weniger Gewinne an die Stadt ausweisen. „Die Anteilseigner, Kommunen wie Münster und Greven, können das öffentliche Geld besser verwenden als für einen mindestens 60 Millionen Euro teuren Anteil am Startbahnausbau.“
 
Ralf Henrichs, umweltpolitischer Sprecher von DIE LINKE.Münster, spricht die grundsätzliche Problematik des Flugverkehrs an. „Schon heute gehen aufgrund der höheren Klimawirksamkeit des Flugverkehrs über zehn Prozent  der Klimaveränderung auf den Flugverkehr zurück – bei steigender Tendenz.“
 
DIE LINKE fordert gleichzeitig CDU; FDP und SPD auf, von dem Millionen teuren, mit Steuergeldern geplanten Airport-Business-Park am FMO Abstand zu nehmen. „Auch hier zeichnet sich ein Riesenflop ab. In den beteiligten Städten und Gemeinden, darunter Münster, sind mehr als ausreichend Gewerbeflächen ausgewiesen. Am FMO stehen bereits jetzt Büroflächen leer und für den AirportPark angesiedelte Speditionsfirmen verlagern ihren Standort ins benachbarte Ladbergen aufgrund günstigerer wirtschaftlicher Bedingungen. Kein Wunder, dass die Business-Park GmbH negative Schlagzeilen macht“, so Toulas, Köhn und Henrichs abschließend.