Mit einer Gegendemonstration will die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ am kommenden Samstag, 08. September, auf die geplante Kundgebung der rechtextremistischen NPD reagieren. Start der Anti-Nazi-Demo ist um 10.00 Uhr auf dem Berliner-Platz, wo bis 13.00 Uhr mehrere Bocholter Bands und Rockgruppen, aber auch eine auswärtige Musikgruppe und ein Liedermacher, ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten wollen, bevor sich der Demonstrationszug durch die Bocholter Innenstadt in Richtung Bahnhofstraße Ecke Hindenburgstraße in Bewegung setzen wird.
Friedlich, aber lautstark will die Bürgerinitiative dort deutlich machen, dass die NPD und ihre Anhänger in Bocholt unerwünscht sind. Denn ganz in der Nähe (Kreuzung Hindenburgstraße Ecke Hohenstaufenstraße am Bahnhof) will die NPD und ihre Jugendorganisation mit den so genannten „Freien Kameradschaften“ und anderen Nazis aus dem In- und Ausland um 13.00 Uhr eine Kundgebung durchführen.
Die Bürgerinitiative rechnet mit 1000 plus X Teilnehmern. Bereits im Mai hatte sie aus dem Stand heraus 500 Teilnehmer gegen einen Infostand der NPD mobilisiert. Der Aufruf der Bürgerinitiative zur Gegendemonstration wird von vielen Einzelpersonen und Organisationen unterstützt, wie Attac, ver.di, DGB und dem örtlichen Siemens-Betriebsrat. Unterstützung kommt auch von dem Kabarettist Dieter Hildebrandt. Sollte er nicht kommen können, hat er bereits eine „Botschaft“ hinterlassen, die dann während des Auftakts am Vormittag auf dem Berliner-Platz verlesen wird. Auch Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo und der Ausländerbeirat sollen Gelegenheit erhalten, zu den Kundgebungsteilnehmern zu sprechen.
Alle Bürger sind eingeladen und aufgerufen, ihren Widerstand gegen den braunen Mob zu zeigen. Durch den Beginn der Gegendemo um 10.00 Uhr sollen die Rechtsextremen bereits bei ihrer Anreise die breite Ablehnung der Bocholter und der auswärtigen Teilnehmer erfahren. Mehr Infos im Internet unter www.bocholt-stellt-sich-quer.de .