Der Protest von Tierschützerinnen und Tierschützern gegen die nicht
artgerechte Haltung von Delfinen wird von der Partei DIE LINKE. Münster unterstützt.
"Eine artgerechte Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist nicht möglich", erklärt Ralf Henrichs, umweltpolitischer Sprecher von DIE LINKE. Münster. "In der freien Natur erreichen Delfine eine Geschwindigkeit von bis zu 55 km/h und tauchen bis zu 300 Meter tief auf der Suche nach Nahrung. Beides ist in den engen Becken nicht möglich. Erlaubt ist dies nur aufgrund eines 13 Jahre alten Säugetiergutachtens, das dringend auf den neuesten wissenschaftlichen Standard gebracht werden muss."
Als problematisch betrachtet DIE LINKE außerdem, dass eine nachhaltige Nachzucht in Gefangenschaft bisher nicht gelungen ist. Deshalb werden immer wieder Delfine gefangen und an die Zoos verkauft.
"Zumindest muss das privatwirtschaftlich geführte Delfinarium in einem ersten Schritt vom übrigen Zoo getrennt werden. Dies würde dazu führen, dass die Eintrittspreise im übrigen Zoo deutlich sinken und sich auch Geringverdiener hin und wieder einen Zoobesuch leisten können", weist Raimund Köhn, Spitzenkandidat von DIE LINKE. Münster auf den hohen Kostenfaktor des Delfinariums hin.
Zum Vergleich: In Nürnberg kostete bis zur Zusammenlegung der Eintrittspreise wie im Allwetterzoo Münster der Eintritt für das Delfinarium 4,50 Euro und für den restlichen Tiergarten 7,- Euro. Ähnlich dürfte dies in Münster der Fall sein.