Jamaika im AStA wirft fragen auf! DIE LINKE.Münster ist erstaunt über die grüne Hochschulgruppe Uni-GAL, die auf der jüngsten Sitzung des Studierendenparlaments gemeinsam mit dem CDU-nahen-RCDS und der mit der FDP eng verflochtenen LSI einen neuen gemeinsamen AStA-Vorsitzenden gewählt hat.
"Bei den Grünen scheint nichts mehr unmöglich zu sein", so Hannes Draeger, hochschulpolitischer Sprecher der LINKEN. "Die Grünen verlieren weiter an Glaubwürdigkeit im Kampf gegen Studiengebühren und für preiswerten, innenstadtnahen Wohnraum", so Draeger weiter.
"Die Zusammenarbeit der Uni-GAL mit den rechten Listen auf Uni-Ebene hat auch Ausstrahlung auf die Kommunalpolitik. Es ist kein Geheimnis, dass es bei den Grünen eine starke personelle Überschneidung zwischen Hochschul- und Kommunalpolitik gibt", so Rüdiger Sagel, Landtagsabgeordneter und Direktkandidat der LINKEN in Münster.
DIE LINKE steht der Zusammenarbeit mit dem RCDS ablehnend gegenüber.
Raimund Köhn, Sprecher der LINKEN, dazu: "Der RCDS ist so etwas wie der neoliberale Stoßtrupp der CDU. Ihr Vorsitzender forderte vor kurzem die Wiedereinführung des Zweiklassenwahlrechts und auf ihrer Bundeshomepage werden Studierende, die sich für ihre Rechte einsetzen wollen, als dumm bezeichnet. Das ist nicht rechts, das ist rechtsaußen und die Grünen müssen sich die Frage stellen, warum ihre Hochschulgruppe mit diesen Kräften kooperiert."
DIE LINKE setzt sich weiterhin für eine fortschrittliche Bildungspolitik ein und unterstützt die Studierenden in ihrem Kampf gegen Studiengebühren und den allgemeinen Kürzungen im Bildungswesen.