DIE LINKE. Münster sieht in der Verkleinerung des Bundeswehrstandortes
Münster eine Chance für die zukünftige Entwicklung. Als Partei die
konsequent gegen Krieg und Militarisierung kämpft, will DIE LINKE die
zivile Nutzung ehemaliger Bundeswehreinrichtungen in Angriff nehmen.
"Durch zivile Einrichtungen, die nicht von den Umwägbarkeiten
politischer Entscheidungen abhängig sind, wird die Kaufkraft viel
dauerhafter an den Wirtschaftsraum Münster gebunden", so Kreissprecher
Theo Knetzger.
DIE LINKE verweist dabei insbesondere auf den hohen Bedarf an
zusätzlichen Wohnraum in Münster. "Die Stadt muss nun schnellstmöglich
mit dem Bundesministerium ins Gespräch kommen, um Flächen für den
kommunalen Wohnungsbau zu sichern", so Olaf Götze, wohnungspolitischer
Sprecher DIE LINKE. "An der Richthofenstraße soll nach unseren Plänen
auf dem Gelände des Lufttransportkommandos innenstadtnaher sozialer
Wohnungsbau entstehen. In Verbindung mit einer kleinteiligen
Mischbebauung können hier auch neue Arbeitsplätze entstehen."
Doch DIE LINKE ist sich durchaus bewusst, dass die bundesweite
Reduzierung von Militärstandorten kein Zeichen einer Entmilitarisierung
Deutschlands ist. Ganz im Gegensatz hierzu wird die Bundeswehr auf
Kampfeinsätze im Ausland ausgerichtet. Hierzu passen dann keine
Wehrpflichtigen und deren Ausbildung, so dass die
Heeresunteroffiziersschule in Handorf überflüssig geworden ist. Eine
solche Neuausrichtung in Richtung vermehrter Auslandseinsätze wird von
der Linken allerdings kategorisch abgelehnt.
"Wie ein Münster ohne Militär aussehen kann, zeigen die Projekt
Meerwiese, Lincoln-Quartier und die Speicherstadt", so Knetzger. "Hier
haben BürgerInnen und Verwaltung gezeigt wie Kasernen und
Militäranlagen kreativ umgestaltet werden können. Soldaten, die nicht
mehr Soldaten zu sein brauchen sondern Sinnvolles gestalten können, und
Finanzmittel, die zivil genutzt werden, sollte die
Zukunftsperspektive für Münster sein. Wir sind bereit die Friedensstadt
Münster mitzugestalten."