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27. Oktober 2011 og

Bundeswehrverkleinerung - Große Chance für Münster

  DIE LINKE. Münster sieht in der Verkleinerung des Bundeswehrstandortes
  Münster eine Chance für die zukünftige Entwicklung. Als Partei die
  konsequent gegen Krieg und Militarisierung kämpft, will DIE LINKE die
  zivile Nutzung ehemaliger Bundeswehreinrichtungen in Angriff nehmen.
  "Durch zivile Einrichtungen, die nicht von den Umwägbarkeiten
  politischer Entscheidungen abhängig sind, wird die Kaufkraft viel
  dauerhafter an den Wirtschaftsraum Münster gebunden", so Kreissprecher
  Theo Knetzger.

  DIE LINKE verweist dabei insbesondere auf den hohen Bedarf an
  zusätzlichen Wohnraum in Münster. "Die Stadt muss nun schnellstmöglich
  mit dem Bundesministerium ins Gespräch kommen, um Flächen für den
  kommunalen Wohnungsbau zu sichern", so Olaf Götze, wohnungspolitischer
  Sprecher DIE LINKE. "An der Richthofenstraße soll nach unseren Plänen
  auf dem Gelände des Lufttransportkommandos innenstadtnaher sozialer
  Wohnungsbau entstehen. In Verbindung mit einer kleinteiligen
  Mischbebauung können hier auch neue Arbeitsplätze entstehen."

  Doch DIE LINKE ist sich durchaus bewusst, dass die bundesweite
  Reduzierung von Militärstandorten kein Zeichen einer Entmilitarisierung
  Deutschlands ist. Ganz im Gegensatz hierzu wird die Bundeswehr auf
  Kampfeinsätze im Ausland ausgerichtet. Hierzu passen dann keine
  Wehrpflichtigen und deren Ausbildung, so dass die
  Heeresunteroffiziersschule in Handorf überflüssig geworden ist. Eine
  solche Neuausrichtung in Richtung vermehrter Auslandseinsätze wird von
  der Linken allerdings kategorisch abgelehnt.

  "Wie ein Münster ohne Militär aussehen kann, zeigen die Projekt
  Meerwiese, Lincoln-Quartier und die Speicherstadt", so Knetzger. "Hier
  haben BürgerInnen und Verwaltung gezeigt wie Kasernen und
  Militäranlagen kreativ umgestaltet werden können. Soldaten, die nicht
  mehr Soldaten zu sein brauchen sondern Sinnvolles gestalten können, und
  Finanzmittel, die zivil genutzt werden, sollte die
  Zukunftsperspektive für Münster sein. Wir sind bereit die Friedensstadt
  Münster mitzugestalten."