Die HartzIV - Gruppe der Partei DIE LINKE.Münster entschloss sich am Dienstag, den 26. Januar ihrem Unmut über derzeitige HartzIV-Debatte Ausdruck zu verleihen. Am kältesten Tag des Jahres verteilte sie bei Minustemperaturen vor der Arbeitsagentur Münster Kaffee und Flyer auf denen sie ihr Missfallen über die jüngsten Äußerungen verschiedener PolitikerInnen zum Ausdruck brachten.
"Da werden verstärkte Sanktionen gefordert gegen Menschen, die keine angemessene Arbeit finden," so Olaf Götze, stellv. Sprecher DIE LINKE. Er ergänzt: "Aus der sicheren Situation im Ministerinnenamt heraus lässt sich das natürlich einfach fordern, doch die Menschen hier vor Ort sind frustriert und wütend." 
DIE LINKE.Münster fordert eine Debatte darüber, was unter nachhaltiger Eingliederung verstanden wird. Derzeit werden die meisten Menschen häufig nur für ein halbes Jahr in Maßnahmen gesteckt oder an ausbeuterische Firmen vermittelt. Im Anschluss sind sie wieder auf staatliche Hilfe angewiesen und die Vermittlungsgebühren kassieren die Unternehmen.
"In solchen Situationen, in denen Dumpinglöhne gezahlt werden, muss es Arbeitslosen erlaubt sein eine Anstellung abzulehnen. Die sogenannten 1-Euro Jobs sind in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln," so Thomas Wegmann, Mitglied im Lenkungsausschuss der Arge. "Ansprüche wie sie Roland Koch und Ursula von der Leyen formulieren führen zu einer Abwärtsspirale der Löhne."