Licht und Schatten in einer reichen Stadt: Münster zählt zu den Städten mit dem höchsten Durchschnittseinkommen. Gleichzeitig können gut 4000 Menschen von ihrem Lohn nicht leben, darunter über 900 mit Vollzeitstellen.
DIE LINKE. Münster begrüßt die Initiative der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für einen Mindestlohn. „Es ist höchste Zeit, Lohndumping und Zeitarbeit zu unterbinden“, erklärt Sprecher Theo Knetzger. „DIE LINKE fordert bereits seit Jahren die Einführung eines bundesweiten Mindestlohns von mindestens 10 Euro. Denn nur dadurch kann vermieden werden, dass Beschäftigte trotz Arbeit auf Zuschüsse der Arbeitsagenturen angewiesen sind.“
Mit der Einführung von Hartz-IV, der Ausweitung der Zeitarbeit und der steuerlichen Entlastung von Unternehmen und Besserverdienenden unter SPD und Grünen hat die Abwärtsspirale begonnen. Immer mehr Menschen in Deutschland leben unterhalb der Armutsgrenze. „Nicht zu vergessen“, so Knetzger, „wer heute so wenig Lohn erhält, dass er auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, wird auch keine bedarfsdeckende Rente beziehen. Altersarmut ist damit vorprogrammiert!“