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19. Juni 2011 og

Wohn- und Stadtbau darf nicht geschröpft werden!

DIE LINKE. Ratsfraktion Münster spricht sich gegen die im Managementkontrakt zwischen Stadt Münster und Wohn- und Stadtbau vorgesehene erhöhte Gewinnabführung an die Kommune aus. Die Wohn- und Stadtbau (W&S) darf ihre Handlungsfähigkeit für die städtische Entwicklung und den öffentlich geförderten Wohnungsbau nicht einbüßen.

Laut Angaben des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung besteht in Münster ein mittelfristiger Bedarf von insgesamt 25.000 Wohnungen bis 2030, um der Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden.


„Trotz des hohen Bedarfes vor allem an preiswertem Wohnraum sinkt die Zahl öffentlich geförderter Wohnungen kontinuierlich“, so Raimund Köhn, Fraktionssprecher DIE LINKE „Die Wohn- und Stadtbau soll hier entgegenwirken und einen Teil der 1.250 Wohnungen jährlich bauen. Dies geht nur bei entsprechender Ausfinanzierung der städtischen Gesellschaft“.


Damit soll auch dem hohen Mietpreisniveau in Münster entgegen gewirkt werden. Mit durchschnittlich 7,97 Euro/qm bei Neuvermietungen liegt Münster rund 26 Prozent über den NRW-Durchschnittsmieten. Auch dies ist ein Grund, weshalb allein die Wohn- und Stadtbau zum 01.01.2011 eine Anzahl von 4.064 offenen Bewerbungen für ihre Wohnungen verzeichnete


„Die Menschen dürfen auf ihrer Suche nach preiswertem Wohnraum nicht im Stich gelassen werden“, so Kreissprecher Olaf Götze, zugleich Aufsichtsratsmitglied bei der Wohn- und Stadtbau. „Deshalb fordern wir, die Zahlungen der Wohn- und Stadtbau an den städtischen Haushalt nicht anzuheben und sowohl die 3 Mio. Euro in 2012, als auch darüber hinaus geplante Abführungen in den Folgejahren für den Sozialen Wohnungsbau vorzuhalten.“ Hier sieht DIE LINKE. Münster alle Fraktionen insbesondere SPD, CDU und Grüne in der Pflicht zu handeln.